Wer nicht weiß, was ist, weiß weder, was sein soll, noch was war, noch was wird.
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Wer nicht weiß, was ist, weiß weder, was sein soll, noch was war, noch was wird.
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Notwendigerweise (logisch, epistemologisch und geistesgeschichtlich) drängt sich dem Denken beim Lesen dieses Satzes auf, daß ein Wissen um das, was ist, nicht möglich ist ohne ein Wissen um das, was war (als kausales Ergebnis dessen). Richtig! Aber das Wissen um das, was war, kann sich erst entschlüsseln und in der Folge „aufklären“, wenn sich im richtigen Wissen um das, was ist, die Denkwerkzeuge (Schlüssel) auffinden („erfinden“) lassen, um das, was war, zu erklären. Rekursiv erklärt sich dann auch, was ist. Es ist also ein Versuch, die richtigen Annahmen über die Gegenwart zu treffen, die durch die (so erst mögliche richtige) Vergangenheit (sinterpretation) und Geschichte bestätigt werden sollen, um die Gegenwartsinterpretation zu bestätigen, die wiederum tautologisch die richtige Geschichtsauffassung bestätigt. Feyerabend, Socrates, Popper und viele andere lassen grüßen!